Plaque commemorating Erich Mühsam at Alt-Lietzow 12, Berlin-Charlottenburg, Germany The title page to Mühsam's Liberation of society from the state A portrait of Erich Mühsam Cover of Der Bürgergarten by Erich Mühsam A postcard portrait of Erich Mühsam taken in Düsseldorf in 1928 Erich M&uum;hsam with a young relative Alois Lindner, Erich Mühsam, Guido Kopp at Dörchläuchtingstraße 48, Berlin-Britz, June 23, 1928 Caricature of Mühsam on the cover of Roda Roda's Schwabylon A second view of Erich and Zensl's gravesite M&uum;hsam's early pamphlet on homosexuality Mühsam's 1933 bus and subway pass A memorial stone for M&uum;hsam at the former Oranienburg concentration camp A group portrait of leaders of the Munich Council Republic A commemorative Stolperstein in honor of Erich Mühsam Mühsam's mugshot taken at the Oranienburg concentration camp in 1934 Portrait of Mühsam holding a cat Portrait of Mühsam holding a hat, cane and cigar Mühsam speaks in Berlin for the Rote Hilfe Deutschlands, January 1925 Another portrait of Mühsam Mühsam as a prisoner in the Oranienburg concentration camp Mühsam with his sister Margarethe and brother Hans (on the right) Mühsam at his friend Peter Hille's in Berlin-Schlachtensee, 1904 Mühsam and his friend Johannes Nohl in Zürich, 1905 Cover of the first edition of Mühsam's journal Kain, from April 1911 Mühsam's wife Kreszentia ‘Zenzl’ Elfinger Another portrait of Mühsam Mühsam, Alexander Granach, Ernst Busch and the rest of the cast from Reasons of State A portrait of Mühsam taken circa 1930 Vor Teufelsmacht / nimm dich in acht! / Geheimnis lacht / aus Wunderpracht / und sacht erwacht / aus grauer Nacht, / was Glut entfacht — Es kracht — — / da wird der Vorhang aufgemacht. Ein Löwe welcher seine / Sünden büßte, / ward der verehrtste Eremit der Wüste. / Der Liebe, nicht des irdischen Lohnes wegen / gab jedem Herzensbund er seinen Segen. / Einst kniet’ — dies sah ein Rassentheoretiker — / ein volksverschiednes Pärchen vor dem Ethiker. / Als Schänder drob des Löwenfells, des gelben, / verstieß man aus der Wüstenei denselben. Eheleute, seid doch bloß vernünftig! / Liegt euch doch nicht dauernd in den Haaren! / Wenn’s nicht anders geht, dann mögt ihr künftig / lieber einen Hausfreund um euch scharen. / Eintracht! Ruhe! schreibt auf eure Fahne. / Daß die Atmosphäre ihr entgiftet, / ruft die Götter an nach Ledas Schwane. / Dieser kennt die Kunst, die Frieden stiftet. Die Liebe ist eine himmlische Macht, / vielleicht ist sie auch eine höll’sche, / und wie die Natur von Erotik kracht, / das ahnt selbst kaum Wilhelm Bölsche. Wer nie vor einem Herzen gekniet / und hat ihm ein Blümlein dargebracht, / der ist so arm, daß die Sonne ihn flieht; / der kennt nicht der Liebe himmlische Macht. Herr Bräutigam und Fräulein Braut, / das große Glück — jetzt naht es. / Das Standesamt hat Sie getraut, / und auf ihr Bündnis nieder schaut / fortab das Aug’ des Staates. So warf der Sportsmann Max sein Weib Marie: / „Willst Du es mit mir wagen, meine Teure? / Begleite mich zur ewigen Kahnpartie: / Ich rudere dich durchs Leben, und du steure!” Mit viel Geduld und regem Eifer nur / erzielt man hohe Wunder der Dressur. / Wem durch den Reifen glückt der große Sprung / verdient sein Speck sowie Belobigung. / Doch mancher zum Dressieren stets Erbötiger / hätt oftmals selbst die Unterweisung nötiger. Es ist noch lange nicht erwiesen: / sind hier die beiden Kinder Riesen? — / beziehungsweis’ ist wiederum / von Zwergenwuchs das Publikum? / Ein wahrhaft schwieriges Problem. / Die Antwort lautet: Je nachdem! / Auf wessen Standpunkt man sich stellt, / der ist normal. — So ist die Welt. O hehre Sangeskunst, wie traut, / wie seelenvoll ist dein Getön! / Soprangeschrill und Baßgedröhn — / der Vogel lärmt, die Katz miaut, — / dazu des Flügels Wucht. — Wie schön / ist doch solch Lied! Wie es erbaut! / Musik! Gesang! Wie schön! Wie laut!